Frostige Zeiten

frozen Spree

Es gibt diese Zeiten, in denen es scheint, als habe die Kälte die Welt im Griff, als sei die Welt im Begriff zu erfrieren. In diesen Zeiten, so scheint es mir, haben wir zwei grundlegende Möglichkeiten, mit der Kälte umzugehen. Entweder ziehen wir uns in uns selbst zurück und machen uns klein, um dem kalten Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Oder aber wir rücken zusammen, halten einander fest und stemmen uns gegen die Kälte.

Beide Strategien sind riskant. Sich zum anderen aufmachen heißt, sich auf dünnes Eis wagen, sich angreifbar machen. Wenn der andere meine ausgestreckte Hand nicht umschließt, greife ich ins Leere, stoße ich auf Eis. Ich möchte lieber an meine eigene Sicherheit glauben, die eigene Wärme um keinen Preis aufs Spiel setzen, die Augen vor dem Sturm verschließen. Aber ich weiß, allein halte ich mich selbst auf Dauer nicht warm. Ohne Kontakt keine Wärme.

Je mehr aber die einen wagen, die Nähe der anderen zu suchen, desto geringer wird auf beiden Seiten das Risiko, in diesen Zeiten zu erfrieren. Wo viele wagen, wage ich zu hoffen, dass es möglich ist, uns und andere für mehr Nähe zu erwärmen.

2 Antworten zu “Frostige Zeiten

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